CombiFuel Swiss AG hat 2019 den Preis für Internationalisierung gewonnen. Nun – ein Jahr später – berichtet Eckhard Tilhof, CEO von CombiFuel, was sich seither für das Unternehmen geändert hat, welches ihre nächsten Ziele sind und vieles mehr.

Wann haben Sie Ihr Unternehmen gegründet und was tun Sie?
Das Unternehmen CombiFuel Swiss AG wurde 2018 gegründet als SpinOff der CleanTech Swiss AG zum Zwecke der Kommerzialisierung der selbstentwickelten Flüssiggas-Nachrüstanlage für alle Verbrennungsmotoren zum Zwecke der drastischen Emissionssenkung (CO2, NoX, CO, HC, Partikel, Feinstaub bis zu 80% geringer) hauptsächlich bei Fahrzeugen im gewerblichen Bereich (Generatoren, LKW, Busse, LCVs, Baumaschinen, Schiffe, Land- und Minenfahrzeuge etc.)

Was hat sich seit dem Gewinn beim SIC für Ihr Unternehmen geändert?
Die Aufmerksamkeit in den Medien und Social Media ist enorm gestiegen, wir haben neue Kunden gewinnen können und auch Investoren, die Präsenz auch in der politischen Landschaft ist gewachsen, aber es ist noch ein langer dorniger Weg gegen die Elektromobilität als echte Alternative wahrgenommen zu werden. Hier bedarf es sicher noch des einen oder anderen Brettes, welches gebohrt werden muss.

Was war das Wichtigste, was Sie aus der Zeit beim SIC mitgenommen haben?
Die Entwicklung des Businessplanes (für die Investoren ein Must Have) und natürlich die Besinnung auf die Kernkompetenzen, die uns ausmachen. Die Vorlesungen in der FHNW haben uns enorm weitergebracht und uns die Augen geöffnet. Nicht zuletzt deshalb haben wir auch den Förderpreis INTERNATIONALISIERUNG gewonnen.

Das raten Sie allen, die heute an einem SIC teilnehmen:
Krempelt die Ärmel hoch und analysiert Euer Unternehmen kritisch. Nehmt die Lupe und schaut in jeden Winkel. Ist das Businessmodell wirklich belastbar? Habt ihr alle Fallstricke beachtet? Was kann Euch killen und vor wem solltet ihr Euch unbedingt in Acht nehmen bzw. wer kann Euch nachhaltig (bis zum Exitus) in die Suppe spucken? Seid ihr solide genug finanziert? Es dauert immer länger als ihr glaubt bis zum Markteintritt.

Wie sieht die nähere und fernere Zukunft Ihres Unternehmens aus?
Wir machen im Moment letzte Abgastests vor der endgültigen Zertifizierung nach UN ECE, haben aber bereits Bestellungen im Hause, welche uns einen sehr guten Deckungsbeitrag garantieren. Die Auslieferung ist in Vorbereitung und sobald die Behörden den Startschuss geben, dürfen wir die Anlagen in Verkehr bringen. Im Jahre 2021 und 2022 werden wir zu einem der wichtigsten Ausrüster von einigen afrikanischen Ländern sein für die Emissionsminderung von Strom-Generatoren, die bisher mit Diesel betrieben werden (und demzufolge hohe Schadstoffmengen ausstossen). Mittels des Flüssiggases LPG plus Wasserstoff als Betriebsstoffe werden die Generatoren sauberer und nachhaltiger im Betrieb. Genauso werden sehr viele Baumaschinen und grossvolumige Nutzfahrzeuge bis dahin umgerüstet sein und leisten ihren Beitrag zur Entspannung des Weltklimas.